Planung

Um unsere Bühnenausstattung weiter auszubauen, wurde es Zeit, endlich auch das zweite Rack in Angriff zu nehmen. Das Rack sollte ähnlich aufgebaut sein wie das Erste. Jedoch ließen wir es uns nicht nehmen, die Erfahrungen mit dem Umgang des schon vorhandenen Racks zu nutzen, um die Konstruktion weiterzuentwickeln.

Also entwarfen wir verschiedene Konstruktionspläne am Computer und prüften dann, ob das zu verbauende Material zu bekommen war, bzw. auch den Anforderungen entsprach. Natürlich soll auch dieses Rack komplett zerlegbar, leicht zu transportieren und entsprechend stabil sein. Zudem war es uns wichtig, die Verbindungen zum größten Teil nach mittelalterlichem Vorbild herzustellen.

So ist es nun möglich, auf grund verschiedener Steckverbindungen und Falzungen, das komplette Rack zu zerlegen, zu transportieren und trotzdem ohne Schrauben und Gewinde eine stabile Konstruktion zu haben.

Als Arbeitsmaterial kam natürlich in erster Linie Holz in Frage. Einmal, weil dies eines der wenigen Materialien ist, das wir selbst bearbeiten können und zum anderen hatten die Konstrukteure im Mittelalter meist auch nichts anderes zur Verfügung. Andere Materialien waren Seile, Ketten und noch viel mehr Holz. Es war uns nicht komplett möglich, auf Metall zu verzichten. So sind in der Konstruktion, abgesehen von den Ketten, genau zehn Schrauben, zwei Gewindestangen und zwei Haken aus Metall verbaut.

 

Herstellung

Das von uns verwendete Holz besorgten wir ausschließlich sägerau im Sägewerk. Was natürlich bedeutet, dass Vorarbeiten wie Hobeln, Fräsen und Schleifen, um das Holz in ein ansehnliches Format zu bringen, nötig waren. Danach fingen wir an, die Falze so anzubringen, dass sie nachher nicht mehr zu sehen waren. Nachdem sämtliche Holzteile gefräst, gesägt, gehobelt und geschliffen waren, begannen wir mit dem Flämmen der Holzteile. Das Flämmen war notwendig, um der Konstruktion ein rustikales Aussehen zu geben (Flämmen = Flameburst = Brandflecken im Holz).

Nachdem das Holz mit original Feuer behandelt wurde, begannen wir mit der Farbgebung der einzelnen Holzteile (palisanderfarbene Holzlasur). Als Finish wurde das gesamte Werkstück mehrfach mit Schiffslack behandelt.

Um den verwendeten Trommeln ein mittelalterliches Aussehen zu verleihen, wurden sie bis auf den Holzkessel komplett zerlegt und die Lackierung entfernt. Danach wurden sie innen und außen neu lackiert. Als neuen Bezug wurde Sackleinen verwendet, den wir ebenfalls mit Feuer behandelten, um das gewünschte raue Aussehen zu erhalten. Als nächstes wurden die drei aufzuhängenden Trommeln zu einem “Dreieck” zusammengefügt, die Aufhängungen für die Ketten angebracht und in das Rack gehängt.

Wir freuen uns auf die nächsten Konzerte mit dem neuen Rack.

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