Ritterfest Kufstein

von 25. bis 28. Mai 2012

 

Ja, was soll man sagen. Das Ritterfest Kufstein war wieder einmal legendär.

Aber fangen wir anfänglich besser am Anfang an. Um die Fahrt nach Kufstein zu erleichtern, denn Kufstein liegt ja nicht gerade um die Ecke, luden wir unterwegs unseren Geigenmeister Matthias ins Auto (das war jetzt nicht etwa eine ironische Anspielung auf das Mehrgewicht im Fahrzeug, sondern das Erleichtern bezog sich aufs Abwechseln beim Fahren). Das mussten wir in der Nähe von Stuttgart tun, was bedeutete, dass wir streckentechnisch nicht ganz so effizient waren (Umweg). Denn leider ist unser Tobias für Kufstein ausgefallen und konnte dadurch nicht als Fahrer mitwechseln.

Einige recht nervige Staus später, kamen wir dann in der 22 Stunde auch endlich an der Festung an. Und tatsächlich, nach ca. 10 Stunden Fahrt entschädigt der Anblick der Festung den meisten in den Staus erlittenen Unbill.

Auf der Festung war eine sehr entspannte Stimmung. Aber das ist man von den Festivitäten der Doc Erlebnisagentur ja schließlich auch gewohnt. Chris und Steffi hatten wie gewohnt geschuftet und geplant, damit auch alles relaxed von statten gehen konnte. Wir sind wirklich jedesmal von der Souveränität überrascht, mit der so eine große Veranstalltung ablaufen kann. Wir, und das ist eine Vermutung unsererseits, denken, dass es mitunter daran liegen könnte, dass nicht zuviele Köche den Brei verderben, sondern die Meisterköche sowohl für die Vorspeise, den Hauptgang und auch für die Nachspeise verantwortlich stehen.

Damit es nicht zuviel des Lobes wird, fahren wir nun mit dem Spielbericht fort :).

Es soll an dieser Stelle aber auch nicht unbemerkt geblieben sein, dass auch das Team rund um die Festung Kufstein mit Herz und Seele für ein tolles Ambiente gesorgt haben!

Nach dem Ausladen des Hängers - und damit meinen wir nicht unseren Zustand - und einer sehr herzlichen Begrüßung auf der Festung, checkten wir ins Hotel ein und gingen auch ziemlich bald zu Bett. Schließlich stand am nächsten Morgen recht früh unser Soundcheck an.

Und wieder waren Andi und Robert, die zwei Tontechniker von Stuga vor Ort, was schlicht und einfach bedeutete, dass der Sound wieder sehr gut werden geworden würd (und der Sound war tatsächlich sehr gut geworden gemacht gewesen).

Auch unseren Lieblingsgaukler Jolandolo vom Birkenschwam der Fahnenschwinger mit dem Schwanenfinger war wieder zu unserer großen Froide vor Ort und beglückte nicht nur das Püplikum mit seinen Späßen.

Auch die Kollegen von Cantoris und die Streuner waren da und der liebe Peter von der Herrenwiese (please like them all on Facebook). Nicht zu vergessen, Mediva mit JoJo, Magicus Solvius, Ars Ignis und Adictum. Und da haben wir nur die Gaukler und Musiker aufgezählt. Fehlen da doch noch die vielen tollen Händler, die Lagergruppen, die historischen Gruppen usw. usw. Für genaues Informationswerk, schlaget bittschön auf http://www.ritter-fest.de nach.

Ein besonderes Highlight auf der Bühne war natürlich Unis Cornus..., nee Moment, ja doch das natürlich auch, aber nee, es gab ja noch eins. Die Mädels von der holländischen Gruppe Reincarnatus waren extra nach Kufstein gereist, um geballte Frauenpower näher ans Volk zu bringen. Mit viel Rock aber auch historischen Instrumenten (Drehleier, Schalmeien, Fidel, Dudelsack etc.), gelang es den Mädels, tolle Stimmung zu machen und zu begeistern. Für einen kleinen Einblick klickt mal hier (Mein Lieblingssong von den Mädels).

So vergingen vier wunderschöne Tage wie im Flug. Wir spielten 14 Gigs in diesen vier Tagen. Teilweise auch zusammen mit Mediva, die Tanzgruppe rund um JoJo. Auch wenn es Freitag erwartungsgemäß noch ruhig zuging und nur die hartgesottenen Festbesucher schon das Fest besuchten, wurde die Festung an den restlichen Tagen geradezu von den Gästen erstürmt. Und trotzdem ging alles ruhig und gesittet zu.

Zu guterletzt gab es noch neue Schuhe und einen neuen Mantel (der alte ist auf Amerang verlustig gegangen) und ein neues tolles Hemd für Matthias in braun und Erik in schwarz. Hätten wir diese Sachen umsonst bekommen, würden wir jetzt Werbung für Blaudruck Greiz machen. Haben wir aber nicht, aber stattdessen gabs eine tolle Beratung am Stand und einen ordentlichen Rabatt. Aber weil nicht umsonst, machen wir auch keine Werbung für Blaudruck Greiz, von denen wir die tollen Sachen haben, die wir natürlich jederzeit empfehlen und wiederkaufen würden. ;) 

Die Heimfahrt war dann leider nicht so sehr angenehm. Wir starteten um 22.00 Uhr an der Festung und kamen um halb 7 in der Früh ziemlich geschafft wieder in heimatlichen Gefilden an. So schön das Mittelalter doch ist, wünschte man sich doch, jemand hätte nebenbei das Beamen erfunden.

 

 

 

Vielen Dank an Susanne
von Reincarnatus für die
schönen Bilder!!!

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